Luftverschmutzung in der Europäischen Union – Deutschland weit vorne

Die Luftverschmutzung wird in Zeiten der Globalisierung und umweltbewussten Politik immer wichtiger. Luftverschmutzung ist somit nicht nur in aller Munde, sondern auch in den meisten Nasen, Luftröhren und Lungen – wenn man den Berichten der Europäischen Umweltagentur Aufmerksamkeit schenkt. Sie veröffentlichte eine Studie, in der die durch die europäische Industrie entstandene Luftverschmutzung untersucht wurde.

Die Kosten

Die Studie besagt, dass jeder Bürger bis zu 330€ gegen Luftverschmutzung bezahlen muss. Betrachtet man jedoch die Europäische Gemeinschaft, so summieren sich die Kosten für den Schutz der Umwelt und Gesundheit auf 170 Milliarden Euro. In dieser Untersuchung betrachtete man neben Abfallverwertungen und Kraftwerken auch Raffinerien, Verbrennungsanlagen und Weiterverarbeitungsstätten.

Hierbei wird deutlich, dass die Kosten erheblich höher hätten angesetzt werden müssen, wenn andere industrielle Zweige in die Studie einbezogen worden wären. Außer Acht ließ man beispielsweise den Verkehrssektor, die Landwirtschaft sowie den privaten Haushalt.

Die Umweltsünder

In Europa gibt es zehn Betriebe, die auf der Liste der Umweltsünder ganz oben stehen. Auf deutschem Gebiet sitzen dabei alleine fünf. Im Vergleich ist Deutschland das Land der Europäischen Union, das am stärksten belastet ist. Es folgen Polen, Großbritannien, Frankreich und Italien. Dabei hätte man wahrscheinlich vermutet, dass es doch die ehemaligen Ostblockstaaten sind, die die meiste Belastung mit sich bringen.

Betrachtet man neben dem Faktor der Verschmutzung auch den der Produktivität, dann stimmen die Vermutungen mit der Realität überein. Hier liegen Bulgarien, Estland, Polen, Rumänien und Tschechien vor Deutschland.

Sehr umweltbelastend sind Kohlendioxidemissionen. Ihnen ist ein Großteil der Gesamtsumme zu verdanken. Darüber hinaus gibt es Ammoniak, Feinstaub, Schwefeldioxid sowie Stickstoffoxide, die die Luft extrem belasten und den Menschen schaden.